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Datum: 23.01.2026

Presseinformation des Jobcenter Ostholstein vom 23.01.2026

Rückblick 2025

Eutin, 23. Januar 2026

Positiver Trend setzt sich fort

Auch 2025 deutlich weniger Leistungsbezieher beim Jobcenter Ostholstein

Weiterhin höchste Integrationsquote von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein


2025 hat sich beim Jobcenter Ostholstein der positive Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Ende 2025 bezogen 8.313 Personen Leistungen beim Jobcenter. Das waren 875 oder 9,5 Prozent weniger als Ende 2024. Damit war der Rückgang doppelt so hoch wie im schleswig-holsteinischen Landesschnitt von minus 4,7 Prozent und so stark wie in keinem anderen Kreis und keiner kreisfreien Stadt im Land. Das gilt auch im Zehn-Jahres-Vergleich. Gegenüber 2015 ist die Zahl der Leistungsbezieher beim Jobcenter Ostholstein um 4.177 Personen oder 33,4 Prozent gesunken. Landesweit lag der Rückgang bei 15,9 Prozent.

 

Besonders deutlich hat sich die Zahl der vom Jobcenter Ostholstein betreuten Flüchtlinge verringert. 2025 waren es noch 2.578 Erwachsene und Kinder, 541 oder 17,3 Prozent weniger als 2024. Landesweit lag der Rückgang bei 6,6 Prozent.

Ebenfalls stark rückläufig ist die Zahl der Kinder unter 18 Jahren, die Leistungen vom Jobcenter Ostholstein erhalten. 2025 waren es 2.857 Kinder, und damit 316 oder 10,0 Prozent weniger als 2024. Im Landesschnitt verringerte sich die Zahl um 5,3 Prozent.

Auch die Rückgänge der vom Jobcenter Ostholstein betreuten Flüchtlinge und der Kinder unter 18 Jahren waren so stark wie in keinem anderen Kreis und keiner kreisfreien Stadt im Land.

 

Diese positive Entwicklung ist neben der weiterhin hohen Personalnachfrage der Arbeitgeber auch auf die vielfältigen Aktivitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Ostholstein zurückzuführen. Dabei nutzen sie neben ihren Beratungsangeboten auch verschiedene arbeitsmarktpolitische Instrumente, wie berufliche Qualifizierungen, Coachings und Mobilitätshilfen. So wurden 2025 63 Führerscheine und 77 Fahrzeuge finanziell unterstützt.

 

Insgesamt hat das Jobcenter im vergangenen Jahr 1.690 Personen in Arbeit und Ausbildung integriert. 612 oder gut ein Drittel von ihnen waren Flüchtlinge aus der Ukraine sowie vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran. Die meisten vermittelten Flüchtlinge sind in der Hotellerie und Gastronomie, im Reinigungsgewerbe, im Handel sowie in den Bereichen Gesundheit und Pflege tätig. Auch 2025 war die Integrationsquote des Jobcenters Ostholstein bei den Flüchtlingen mit 33,2 Prozent so hoch wie in keinem anderen Kreis und keiner kreisfreien Stadt in Schleswig-Holstein. 2024 lag sie bei 30,8 Prozent. Die Quote stellt das Verhältnis von Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Selbständigkeit und Ausbildung zu den erwerbsfähigen Leistungsempfängern dar.

Die Integration der vom Jobcenter betreuten Flüchtlinge spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt in Ostholstein wider. So waren Ende Juni 2025 kreisweit 964 Ukrainerinnen und Ukrainer sowie 1.630 Flüchtlinge vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran sozialversicherungspflichtig beschäftigt, in einer Berufsausbildung oder ausschließlich geringfügig tätig. Das waren 431 oder 19,9 Prozent mehr als Ende Juni 2024. Landesweit gab es eine Zunahme um 15,3 Prozent.

„Der weiterhin erfreuliche Trend, dass immer weniger Menschen, Leistungen vom Jobcenter beziehen, hat auch finanzielle Auswirkungen für den Bund und den Kreis Ostholstein. So hat das Jobcenter Ostholstein im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Euro oder 8,8 Prozent weniger Bürgergeld sowie Leistungen für Unterkunft und Heizung als 2024 ausgegeben. Bundesweit waren es minus 2,5 Prozent.

Fakten über die Arbeit der Jobcenter widerlegen die tendenziöse Berichterstattung einiger Medien auf Bundesebene gegen die Grundsicherung für Arbeitsuchende und zeigen, dass wir für unsere Kunden und den Arbeitsmarkt erfolgreich tätig sind“, erklärte Karsten Marzian, Geschäftsführer des Jobcenters Ostholstein.

Herausgeber:                 Jobcenter Ostholstein, Janusstraße 5, 23701 Eutin

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